Praxis für Craniosacral-Therapie & Pränatal- und Geburtstherapie

Eszter Kaszás • Gemeinschaftspraxis Amanita • Klosterberg 11, 4051 Basel

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Fallbeispiele

Herr G. hatte bei einem Autounfall mit Frontalzusammenstoss ein klassisches Schleudertrauma erlitten.

Er erzählte mir dies ca. 2 Wochen nach dem Unfall. Der Schock war ihm noch deutlich anzumerken, er hatte seither Angst, in ein Auto zu steigen. Er hatte jedoch keine Schmerzen mehr im Nacken, eine Halskrause hatte er nur für etwa drei Tage tragen müssen. Ich empfahl ihm trotzdem dringend die Craniosacral-Therapie, denn oftmals können Schmerzen in Folge eines Schleudertraumas auch erst Monate nach dem eigentlichen Unfall auftauchen. Wir verabredeten uns für eine Sitzung. Schon in der ersten Behandlung bemerkte ich aber noch einen weiteren "Brandherd" weiter unten im Rücken, der ebenfalls nach Zuwendung rief. Ich sagte ihm dies, bemerkte aber, dass sich diese Geschichte viel älter anfühle. Herr G. war darüber sehr erstaunt, denn er hatte mir nichts davon erzählt, dass er immer wieder solche Probleme mit Rückenschmerzen habe, dass es den Rücken einfach "abstellt" und es eine Spritze vom Arzt braucht, damit er sich überhaupt wieder bewegen kann. (Herr G. fragte mich, wie ich denn ein altes Muster von einer neuen Verletzung nur durch Berührung unterscheiden könne. Er ist Metzger von Beruf und ich erklärte ihm, das sei wie seine langjährige Erfahrung mit Fleischqualitäten, die er ja auch ohne weiteres auf den ersten Blick einschätzen könne.) Trotz erkennen der Muster in seinem System konnte ich aber anfangs nicht damit arbeiten, denn sein System verweigerte mir den Zugang. Nach der Behandlung sprachen wir darüber und ich erklärte ihm, dass sein craniosacrales System erst Vertrauen zu mir aufbauen müsse und wir nichts anderes tun können, als ihm diese Zeit zu geben. In der dritten Sitzung war es dann so weit: Das CS-System von Herrn G. begab sich in meine Hände, als wären wir alte Freunde, und von da an ging es mit der Arbeit sehr zügig und gut voran. Wichtig bei diesen Behandlungen war aber nicht nur das Lösen der körperlichen Muster in Nacken und Rücken, sondern auch das Herauslösen des Schockzustandes, welcher ihm immer noch "tief in den Knochen" und in den Nerven steckte.